Ausbildungsmittel

Nach § 6 Abs. l Nr. 3 BBiG ist der Ausbildende verpflichtet, dem Auszubildenden kostenlos Ausbildungsmittel, insbesondere Werkzeuge und Werkstoffe, zur Verfügung zu stellen, die zur Berufsausbildung und zum Ablegen von Zwischen- und Abschlussprüfungen erforderlich sind. Diese Pflicht erstreckt sich grundsätzlich nur auf die Dauer des Berufsausbildungsverhältnisses. Auch das Berichtsheft ist ein Ausbildungsmittel. Ausbildungsmittel zur Verfügung stellen heißt nicht, dass der Auszubildende Besitz oder gar Eigentum im Rechtssinne an den Ausbildungsmitteln hat. Diese Mittel sind ihm lediglich zum bestimmungsgemäßen Gebrauch oder Verbrauch im Rahmen der betrieblichen Berufsausbildung überlassen.

Lernmittel

Der Betrieb ist nicht verpflichtet, dem Auszubildenden auch die Lernmittel, die für den Besuch der Berufsschule notwendig sind, kostenlos zur Verfügung zu stellen. Fahrtkosten und Übernachtungskosten, die eventuell im Zusammenhang mit der Abschlussprüfung anfallen könnten, sind ebenfalls keine Ausbildungsmittel und somit vom Auszubildenden zu tragen.

Freistellung von Auszubildenden für die Zeit des Berufsschulunterrichts

Der ausbildende Betrieb hat den Auszubildenden für die Teilnahme am Berufsschulunterricht oder Prüfungen freizustellen. Das gleiche gilt für Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte.