Die Gesetzliche Regelungen, das Berufsbildungsgesetz

Auszubildende dürfen gemäß § 22 Abs. 1 BBiG eingestellt werden, wenn Art und Einrichtungen der Ausbildungsstätte (Ausbildungsbetrieb) für die Berufsausbildung geeignet sind und die Zahl der Auszubildenden in einem angemessenen Verhältnis zu der Zahl der Fachkräfte steht. (Als angemessen gilt: ein Auszubildender auf bis zu zwei Fachkräfte, zwei Auszubildende auf drei bis fünf Fachkräfte, drei Auszubildende auf sechs bis acht Fachkräfte, ein weiterer Auszubildender auf je drei weitere Fachkräfte) Lücken im Ausbildungsprogramm eines Betriebes können durch überbetriebliche Ausbildungsmaßnahmen behoben werden (§ 22 Abs. 2 BBiG). Der Ausbildende muss persönlich und darüber hinaus fachlich sowie berufs- und arbeitspädagogisch geeignet sein.( Fachlich geeignet ist, wer 24 Jahre alt ist und eine Abschlussprüfung in dem Ausbildungsberuf oder einer benachbarten Fachrichtung hat, eine Diplom-, Ingenieur- oder Techniker-Prüfung in einer dem Ausbildungsberuf entsprechenden Fachrichtung vorweisen kann und angemessene Zeit in diesem Beruf tätig gewesen ist. Geprüfte Poliere, Bau-Ingenieure und Bau-Techniker sind damit fachlich für die industriellen Bauberufe ausbildungsberechtigt. Die berufs- und arbeitspädagogische Eignung (§ 21 BBiG) ist in der Ausbildereignungs-Verordnung (AEVO) geregelt und verlangt grundsätzlich eine Prüfung vor einer Kammer. Wer eine Prüfung als Handwerksmeister, Industriemeister bzw. geprüfter Polier abgelegt hat, erfüllt die pädagogische Ausbildereignung.